Vom Reißbrett zur Realität
Die „pasqualinische Altstadt“ geht auf den italienischen Baumeister Alessandro Pasqualini zurück. Nach dem verheerenden Stadtbrand von 1547 entwarf er nach dem Auftrag von Herzog Wilhelm V. Jülich als Idealstadt der Renaissance völlig neu. Charakteristisch ist das strenge, rechtwinklige Straßennetz, das sich geometrisch um den Marktplatz und die Zitadelle Jülich ordnet. Dieser Plan wurde nach der fast vollständigen Zerstörung Jülichs im 2. Weltkrieg zur Grundlage des Wiederaufbaus. Bis heute gilt Jülich als ein seltenes Beispiel für durchdachte Stadtplanung des 16. Jahrhunderts.